Huthaus ist
die alte Bezeichnung für das
Bergwerksverwaltungsgebäude. Hier wurden die abgebauten
und bereits aufbereiteten Erze zum Abtransport zur
Schmelzhütte aufbewahrt; ebenso das Geleucht (die
Grubenlampen) und das Gezähe (Werkzeug) der Bergleute
sowie die Bergwerksbücher, in denen
insbesondere die Ausbeute aber auch die Kosten des
Bergwerksbetriebes einzutragen waren.
Im
Huthaus wohnte auch meist der Leiter des
Bergwerksbetriebes, der damals Hutmann genannt
wurde. Er hatte den ordnungsgemäßen Betrieb des
Bergwerkes, einschließlich aller hier tätigen Personen
und aller Sachmittel, zu überwachen oder, wie es damals
hieß, zu behüten.
Über den
Standort eines Huthauses auf dem Gelände des
Düppenweiler Bergwerkes ist nichts Zuverlässiges
bekannt. Aus dem Grubenriss des ersten
Bergwerksbetreibers Hauzeur von 1729 ist bekannt, dass
die Bergleute – die überwiegend aus dem Erzgebirge
stammten – in Gebäuden lebten, die direkt auf
dem Bergwerksgelände standen. Hauzeur selbst lebte
sicherlich bei seiner Familie in Abentheuer im Hunsrück.
Er hatte aber einen aus Sachsen stammenden Hutmann in
Düppenweiler beschäftigt, der wohl auch auf dem
Bergwerksgelände wohnte.
Einer der
späteren Betreiber, der Franzose Odelin, leitete das
Bergwerk selbst. Von ihm ist bekannt, dass er ein Haus
in Düppenweiler gepachtet hatte, welches
ihm auch als Verwaltungsgebäude diente. Die Dillinger
Hütte schließlich errichtete 1824 ein ca. 35 m langes
Maschinenhaus, in dem eine Dampfmaschine über dem
Maschinenschacht in Betrieb war. Es dürfte wegen seiner
Größe auch die Funktion eines Geräte- und Erzlagers
gehabt haben.
Das
heutige Huthaus wurde 2004 fertig gestellt. Es dient mit
seinen Funktionsräumen im Untergeschoss und dem
Gastronomiebetrieb mit musealem
und informativem Bereich im Obergeschoss der Abwicklung
des Besucherverkehrs. Im Untergeschoss sind auch
Gerätschaften und Material des Vereins „Historisches
Kupferbergwerk Düppenweiler – Verein für Geschichte und
Kultur“, der das Bergwerk betreibt, untergebracht, so
dass das heutige Huthaus im weitesten Sinne durchaus
ähnliche Funktionen hat, wie seine historischen
Vorbilder.






